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Richtige Ernährung für Kampfsportler

Bildnachweis: Stepanek Photography/Shutterstock

Die richtige Ernährung ist für Kampfsportler, besonders wenn die Leistung verbessert werden soll, extrem wichtig.

Der Körper benötigt den richtigen Treibstoff, um zu funktionieren. Deshalb solltest du deinem Körper nur die besten Nahrungsmittel zuführen. Mit dieser Grundlage wirst du dich garantiert fitter und leistungsfähiger fühlen.

Neben dem richtigen Krafttraining ist auch die richtige Ernährung ein wichtiges Werkzeug, um deine Leistung im Kampfsport zu verbessern.

Nährstoffe

Grundsätzlich gibt es drei Gruppen von Nährstoffen: Proteine, Kohlenhydrate und Fette.

Proteine

Die Proteine, auch Eiweiße genannt, sind die Grundbausteine des Körpers. Aus Proteine bestehen zum Beispiel die Muskulatur und die Haut.

Proteine sind lebenswichtig und vor allem für dich als Sportler extrem wichtig. Es wird empfohlen mindestens 0,8g Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu essen. Als Sportler solltest du einen höheren Proteinkonsum haben, vor allem wenn du zusätzlich Muskelaufbau betreibst.

Eine Proteinzufuhr von 1,4g-2g pro Kilogramm Körpergewicht hat sich als sehr effektiv erwiesen. Wenn du also zum Beispiel 80kg Körpergewicht hast, solltest du zwischen 112g und 160g Protein pro Tag essen.

Die besten Proteinquellen sind Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukte. In 100g Hühnerbrustfleisch sind ungefähr 23g Protein enthalten.

Kohlenhydrate

Die Kohlenhydrate sind Energielieferanten für deinen Körper. Besonders vor und nach einem Training oder Wettkampf ist eine ausreichende Zufuhr von Kohlenhydraten wichtig, damit dein Körper ausreichend Energie hat.

Vor dem Sport solltest du vor allem langkettige Kohlenhydrate essen, welche sich vor allem in Getreide und Vollkornprodukte befinden. Langkettige Kohlenhydrate garantieren eine langsame Verdauung und eine konstante Energiezufuhr. So hast du viel Power und bleibst bei Kraft.

Nach dem Sport sind die Kohlenhydratspeicher deines Körpers geleert und du solltest diese so schnell wie möglich füllen, um deinem Körper die Grundlage für optimale Regeneration zu geben. Diese Speicher füllst du am besten mit kurzkettigen Kohlenhydraten, die vor allem in Traubenzucker und Obst enthalten sind. Außerdem kannst du mit kurzkettigen Kohlenhydraten deinen Körper während des Sports mit zusätzlicher Energie versorgen. Bananen haben sich hierbei als idealer Energielieferant erwiesen.

Fette

Die Fette sind ein wichtiger Bestandteil deines Körpers, da sie den Hormonhaushalt regeln. Dein Körper produziert nur mit einer ausreichenden Fettzufuhr viel Testosteron, was für deine Muskulatur und somit deine Kraft sehr wichtig ist.

Du solltest bei den Fetten jedoch nicht zu viel zu dir nehmen und deine Fette hauptsächlich aus pflanzlichen Ölen und Nüssen beziehen.

Vitamine und Mineralstoffe

Dein Körper benötigt für sämtliche Vorgänge viele Vitamine und Mineralstoffe. Um diese Tag für Tag zu decken, solltest du ausreichend viel Gemüse und Obst essen. Du solltest jeden Tag mindestens 300g Gemüse (Tiefkühl-Gemüse oder frisches, saisonales Gemüses) und 300g Obst essen.

So stärkst du dein Immunsystem, verbesserst die Aufnahme von Nahrungsmitteln und wirst alles in allem noch effektiver und leistungsfähiger!

Fast Food und Süßigkeiten

Dass Fast Food und Süßigkeiten nicht sehr gesund sind, ist bereits bekannt. Du musst jedoch nicht komplett auf Fast Food oder Süßigkeiten verzichten, jedoch solltest du diese nur in geringen Mengen essen. Ein guter Richtwert ist, wenn du 80% deiner Ernährung mit gesunden Lebensmitteln deckst und 20% mit den Lebensmitteln, auf die du gerade Lust hast. So kannst du ein optimales Mittel finden.

Fazit

Die optimale Ernährung bringt dir einen enormen Leistungsschub im Kampfsport. Du wirst leistungsfähiger sein, kannst öfter trainieren und regenerierst schneller. Nebenbei ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sehr lecker und du wirst dich viel besser fühlen – versprochen.

Hier nochmal kurz die optimale Ernährung zusammengefasst:

  • ausreichend viele Proteine zu dir nehmen, welches du vor allem aus Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukten erhältst
  • vor dem Training langkettige Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte oder Getreideprodukte zu dir nehmen und während, sowie nach dem Training, kurzkettige Kohlenhydrate (Obst, Traubenzucker) essen
  • mindestens 300g Obst und 300g Gemüse pro Tag essen, um deine Vitamine und Mineralstoffe zu decken
  • Fast Food und Süßigkeiten nur in geringen Mengen zu dir nehmen

Die effektivste Kampfsportart

Alle Kampfsportarten üben eine große Faszination auf Zuschauer aus und sind für die Sportler ein toller Weg fit zu werden und zu bleiben. Doch der eigentliche Wert des Trainings und der erreichten Perfektion ergibt sich aus ihrer „Straßentauglichkeit“. Der Effizienz, mit der ein realer Angriff auf Leib und Leben in der Praxis erfolgreich abgewehrt werden kann. Die folgenden Kampfsportarten sind für die Selbstverteidigung in einem Straßenkampf besonders gut geeignet:

Platz #10 – Kickboxen

Zur Selbstverteidigung nutzt das Kickboxen schnelle und den Angreifer verwirrende Kombinationen von Schlägen mit den Fäusten, Knien und Füßen. Eine sehr verbreitete Form des Kickboxens ist das Muay Thai, die Kunst der acht Gliedmaßen. Ein passender Name, schließlich beherrscht ein guter Kickboxer seine „Waffen“, seine Hände, Knie, Füße, Ellbogen und seinen Kopf.

Platz #9 – Karate

Beim Karate liegt das besondere Augenmerk auf die Angriffsabwehr. Kaum ein Angreifer auf der Straße hat irgendeine Erfahrung mit Kampfsport und so sind die Attacken fast immer direkt und geradlinig. Ein geübter Karate Kämpfer kann solch einem Angriff problemlos ausweichen und seinerseits nun schnelle, harte Schläge in empfindliche Körperregionen landen, denen der Gegner nichts entgegenzusetzen hat.

Platz #8 – Aikido

Aikido beruht auf der Philosophie, dass jeder Angriff zwangsläufig die Verteidigung schwächt. Wer also nicht selbst attackiert, ist unangreifbar. Der durch Steven Seagal aus Film und Fernsehen bekannteste „Move“ des Aikido ist der Kote Gaeshi und gehört in jedes Selbstverteidigungsarsenal. Richtig, schnell und hart durchgeführt, wird der Angreifer mit dieser „Unterarm Rückgabe“ sofort auf sehr schmerzhafte Art und Weise außer Gefecht gesetzt.

Platz #7 – Wing Chun

Wing Chun Kung-Fu ist wegen seiner kurzen Reichweite besonders für Frauen geeignet, die sich gegen einen männlichen Angreifer wehren müssen. Je näher sich die beiden Kämpfer sind, desto einfacher ist es bei dieser Kampfsportart für den kleineren, normalerweise schwächeren von beiden, in die Reichweite des Größeren einzudringen und somit seine Verteidigung zu durchbrechen.

Platz #6 – Jiu-Jitsu

Jiu-Jitsu ist wohl der vielseitigste Kampfsport in diesen Top 10. Der Kämpfer nutzt alle ihm zur Verfügung stehende Möglichkeiten, wie schlagen, treten, werfen, stoßen und hebeln, aber auch beißen oder würgen, um seinen Angreifer zu besiegen. Dabei hilft ihm auch das Wissen über seinen eigenen Schwerpunkt und vor allem den seines Gegners.

Platz #5 – Jeet Kune Do

Bruce Lee hatte diese Vision von einem „Stil ohne Stil“. Heute vereint Jeet Kune Do Charakteristiken von Wing Chun ebenso wie Jiu-Jitsu. Am wichtigsten ist jedoch die ständige Bewegung und die mentale Befreiung von Regeln und Vorstellungen, die totale Konzentration auf die jetzige Situation. Alles andere ist, laut Bruce Lee, nur unnötiger, verlangsamender Ballast. Trainierte Jeet Kune Do Kämpfer schaffen es, die Kehle des Gegners 10 Mal in der Sekunde zu treffen.

Platz #4 – Boxen

Um einen gefährlichen Angreifer außer Gefecht zu setzen, ist manchmal nur ein einziger Schlag notwendig. Das ist alles, was ein Boxer braucht. Immerhin trainieren Boxer durchschnittlich 4 Jahre, um ihre Faustschläge richtig zu platzieren. Schließlich sind das seine einzigen erlaubten „Waffen“. Ein guter Boxer nutzt deshalb seine Fäuste schneller, härter und akkurater als jeder andere Kampfsportler auf diesem Planeten.

Platz #3 – brasilianisches Jiu-Jitsu

Dieser Hybrid nutzt zum üblichen Jiu-Jitsu auch den direkten harten Kampf auf dem Boden. Wer diesen Kampfsport beherrscht ist in der Lage, den Arm oder das Bein des Gegners problemlos zu fixieren und am Gelenk zu brechen. Eine gute Beinarbeit immobilisiert den Angreifer, während eigene Schläge mit der Faust oder dem Ellbogen in das Gesicht des Gegners den Kampf schnell und souverän entscheiden.

Platz #2 – Keysi

Wer Chris Nolan’s Batman Filme gesehen hat, kennt auch die relativ neu entwickelte Keysi Kampf Methode. Mit diesem Kampfsport kann nach einigen Jahren Training jeder zur Selbstverteidigungsmaschine werden und selbst einen Kampf gegen 20 Angreifer zur gleichen Zeit erfolgreich bestehen. Keysi ist schnell, „dreckig“ und brutal. Anstelle von Fußtritten liegt hier die Konzentration auf dem extremen Nahkampf mit Fäusten, Knien und Kopf, aber besonders den Ellbogen. Keysi besteht aus Elementen des Jiu-Jitsu, Aikido, Wing Chun und Jeet Kune Do und nutzt jede potenzielle Waffe in der Nähe.

Platz #1 – Krav Maga

Keine andere Kampfsportart ist so perfekt auf den Straßenkampf ausgerichtet wie diese für die israelische Armee entwickelte Methode. Sie beinhaltet den Faustkampf des westlichen Boxens, die Tritte des Karate, den Bodenkampf des brasilianischen Jiu-Jitsu, das Werfen und Hebeln des konservativen Jiu-Jitsu, das „platzen“ des Wing Chun sowie griechisch-römisches Ringen. Beim Krav Maga wird simultan angegriffen und verteidigt. In nur 3 bis 6 Monaten können die wichtigsten Bewegungen bereits beherrscht und Angriffe jeder Art erfolgreich abgewehrt werden.

 

Aktuelle Top 3 MMA Kämpfer

Platz 3: Anderson Silva

Geburtsdatum: 14. April 1975 in São Paulo, Brasilien

Nationalität: brasilianisch

Größe: 1,88 m

Gewicht: 84 kg

Bilanz: 33 Siege (20 durch K.o., 7 durch Punkte, 6 durch Aufgabe), 5 Niederlagen

Spitzname: The Spider

 

Trotz seines für einen MMA-Kämpfer mittlerweile schon fortgeschrittenen Alters von 38 Jahren, zählt Anderson Silva immernoch zum weltweit Besten, was der Kampfsport zu bieten hat. Über sieben Jahre dominierte der Brasilianer die Mittelgewichtsklasse der UFC und blieb in 17 aufeinanderfolgenden Kämpfen ungeschlagen. Nachdem er sich den UFC-Mittelgewichtstitel im Oktober 2006 von Rich Franklin sicherte, verteidigte er diesen ganze 10-mal erfolgreich und gewann ganz nebenbei noch einige Kämpfe im Halbschwergewicht. Und auch wenn er im Juli 2013 seinen Titel überraschend an Chris Weidmann verlor, zählt er für viele Experten nach wie vor zu den Top Fightern und wird von manchen sogar als der beste MMA-Kämpfer aller Zeiten bezeichnet. Diese These wird eindrucksvoll durch seine Rekorde für die längste Siegesserie, die meisten vorzeitigen Siege sowie die meisten Titelverteidigungen in der UFC unterstrichen.

Silva wuchs in ärmlichen Verhältnissen bei seinem Onkel und seiner Tante auf und kam durch seinen Nachbarn, der ein Jiu-Jitsu-Kämpfer war, zum Kampfsport. Dieser lehrte ihm die Grundlagen, da das Geld für eine richtige Schule fehlte. Mit Nebenjobs finanzierte sich Silva dann ordentliche Kampfausbildungen mit schwarzen Gürteln in Judo, Taekwando sowie einer gelben Kordel in Capoeira, auch Muay Thai beherrscht er. Nach einem holprigen Start in der MMA-Szene, wechselte er 2006 in die UFC und schlug dort mit einem K.o. nach nur 49 Sekunden gegen Chris Leben ein wie eine Bombe und verlor danach über 7 Jahre keinen Kampf mehr, bis zu der denkwürdigen Niederlage gegen Chris Weidmann.

Silvas Stil wird als geradezu arrogant und überheblich beschrieben, da er unterlegene Gegner gerne erstmal einige Zeit zappeln lässt, ehe er sie dann mit seinen gefürchteten schnellen und präzisen Kicks und Schlägen niederstreckt. Doch die größte Stärke Silvas ist seine Vielseitigkeit, er kann seine Gegner durch Griffe, Tritte, Schläge, also praktisch durch alles besiegen, was im MMA-Sport erlaubt ist. Und diese Fähigkeit gepaart mit seiner alles überragenden Technik und Schnelligkeit macht ihn zu einem der vielseitigsten und besten MMA-Kämpfer der Welt.

Platz 2: Georges St-Pierre

Geburtsdatum: 19. Mai 1981 in Montreal, Québec, Kanada

Nationalität: kanadisch

Größe: 1,78 m

Gewicht: 77 kg

Bilanz: 25 Siege (8 durch K.o., 12 durch Punkte, 5 durch Aufgabe), 2 Niederlagen

Spitzname: Rush, GSP

 

Georges St-Pierre gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten MMA-Kämpfern und ist amtierender UFC-Weltergewicht-Meister. Nach seinem UFC-Debüt im Januar 2004 musste er sich in 9 Jahren nur zweimal geschlagen geben und ist somit einer der besten MMA-Kämpfer des vergangenen Jahrzehnts. Im Dezember 2007 konnte er sich dann durch einen Sieg gegen Matt Hughes zunächst den UFC Interim Welterweight Championtitel sichern, ehe er knapp vier Monate später durch einen Triumph über Matt ‚The Terror‘ Serra zum UFC Undisputed Welterweight Champion gekürt wurde. Diesen Titel verteidigte St-Pierre in der Folge sechsmal und wurde 2009 bei den World MMA-Awards sogar zum „Kämpfer des Jahres“ gewählt, ehe er sich 2011 einen Kreuzbandriss im rechten Knie zuzog und der Titel interimsweise an Carlos Condit ging. Diesen konnte St-Pierre bei seinem Comeback im November 2012 aber schlagen und somit wieder zum Weltergewichtschampion aufsteigen, den er danach wiederum in Kämpfen gegen Nick „Diablo“ Diaz und Johny „Bigg Rigg“ Hendricks verteidigen konnte. Nach dem Kampf gab St-Pierre dann jedoch überraschend seinen vorübergehenden Rückzug aus dem Kampfsport aufgrund von privaten Problemen bekannt.

Sein Kampfstil ist eher unspektakulär und sehr vom Kampf auf der Matte mit vielen Elementen aus dem Ringen und Grifftechniken geprägt, weshalb seine Kämpfe häufig über die gesamte Distanz gehen. Aber auch das Boxen zählt zum Repertoire des Besitzers des Schwarzen Gürtels in Kyokushin und Brazilian Jiu-Jitsu, weshalb er auch schon einige Gegner ausknocken konnte.

Neben seiner MMA-Karriere war St-Pierre auch mehrfach als Nebendarsteller in Filmen wie Hells Chain oder Death Warrior zu sehen. Auch im 2014 erscheinden Film Captain America: The Winter Soldier wird er in der Rolle des Savateurs Georges Batroc aka Batroc the Leaper zu sehen sein.

Platz 1: Jon Jones

Geburtsdatum: 19. Juli 1987 in Rochester, New York, USA als Jonathan D. Jones

Nationalität: US-amerikanisch

Größe: 1,93 m

Gewicht: 93 kg

Bilanz: 19 Siege (9 durch K.o., 4 durch Punkte, 6 durch Aufgabe), 1 Niederlage

Spitzname: Bones

 

Die Dominanz, die Jon Jones im Ring ausstrahlt, ist einfach überwältigend. Seit Beginn seiner Karriere hat er lediglich einen Kampf verloren, den er aber wahrscheinlich ebenfalls gewonnen hätte, wäre er nicht wegen eines unerlaubten Ellbogenschlages gegen Matt Hamill disqualifiziert worden. Im März 2009 konnte er sich dann schließlich die UFC Light Heavyweight Championship sichern, die er seitdem sechsmal erfolgreich verteidigen konnte. Für viele Experten ist er deshalb der aktuell beste MMA-Kämpfer der Welt, was durch seinen Rekord für die meisten Siege in der Light Heavyweight Division der UFC am Stück sowie die zweitmeisten aufeinanderfolgenden Titelverteidigungen aller Klassen nach Anderson Silva eindrucksvoll untermauert wird. Darüber hinaus war er der mit 23 Jahren jüngste Kämpfer, der jemals den Light Heavyweight Titel gewinnen sowie der mit 24 Jahren jüngste, der ihn jemals verteidigen konnte.

Jones war ein Ausnahme-Ringer in der Schule und spielte Football, daneben beherrscht er noch Jiu-Jitsu und Muay Thai, was seinen Kampfstil sehr abwechslungsreich und schwer auszurechnen macht. Am meisten gefürchtet sind seine Ellbogenschläge und seine Würgegriffe.

Jones kommt aus einer Athleten-Familie, seine Brüder spielen beide professionell American Football. Seine Schwester Carmen starb noch vor ihrem achtzehnten Geburtstag an einem Hirntumor.

 

Selbstverteidigung – Taekwondo, Hapkido, Muay Thai

Es gibt Kampfsportarten, die Angriff und Verteidigung gleichermaßen abdecken. Andere Kampfkünste dienen überwiegend der Verteidigung. So z. B. Taekwondo, Hapkido und Muay Thai. Was diese Kampfkünste besonders macht können Sie hier nachlesen.

Taekwondo

Taekwondo ist eine südkoreanische Kampfkunst. Schnelligkeit und Dynamik sind unerlässlich dafür. Tae steht für die Fußtechniken, Kwon für die Handtechniken und Do für den Weg. Beim Taekwondo dominieren eindeutig die Fußtechniken. Die Handtechniken dienen überwiegend als Abwehrblöcke. Jeder der eine Kampfkunst richtig ausüben möchte, muss bereit sein, an sich und seinem Körper zu arbeiten. Im Taekwondo gibt es dafür verschiedene Disziplinen. Es gibt die Grundschule. Hier werden alle Techniken und Bewegungsabläufe wiederholt. Bei dieser Kampfkunst handelt es sich um keine Vollkontaktsportart. Es sei denn es handelt sich um Wettkampftraining. Dies ist die Vorbereitung für einen echten Kampf und es wird mit Schutzausrüstung trainiert. Abhängig von der Taekwondo Stilrichtung mit Weste, Kopfschutz, Tiefschutz, Ellenbogenschoner, Zahnschutz, Schienbeinschoner, Fußschutz und Handschutz. Wer sich nicht auf den Wettkampf spezialisieren will, hat die Möglichkeit Formen zu laufen. Hierbei handelt es sich um feste Bewegungsabläufe, die eine Verteidigung bei vier Gegnern simuliert.

Unterschiedliche Stilrichtungen

Im Taekwondo werden zwei Haupt-Stilrichtungen unterschieden. Die WTF (World-Taekwondo-Federation) und die ITF (International-Taekwondo-Federation). Hieraus ergeben sich jedoch noch weitere Stilrichtungen, wie z. B. die DTU (Deutsche Taekwondo Union). Die unterschiedlichen Stilrichtungen kommen im Formenlauf und im Wettkampf zum Tragen. In der Stilrichtung WTF werden Poomse Formen gelaufen und in der Stilrichtung ITF Hyeong und Tul. Im Taekwondo trainiert man komplett in weißer Kleidung. Je nach Graduierung tragen die Schüler verschiedene Gürtel. Mit dem Weißen fängt es an. Bis zum nächsten Gurt gibt es immer einen Zwischenschritt. Der nächste Gürtel ist also der weiß-gelbe, danach der gelbe. Gefolgt von grün, grün-blau, blau, blau-rot, rot, rot-schwarz und dem ersten schwarzen Gürtel, dem ersten Dan. Bis zum fünften Dan müssen Prüfungen abgelegt werden. Vom fünften bis zum neunten Dan können die Gürtel auch verliehen werden.

Hapkido

Die Kampfkunst Hapkido gehört zu den bekanntesten koreanischen Kampfkünsten. Hapkido bedient sich viel den Hebeltechniken. Für die Zuschauer sieht das Abwehren von Angriffen recht einfach aus, weil der Angegriffene oft nur dasteht und eine Handbewegung macht. Die Bewegungen finden überwiegend kreisförmig statt und werden fließend ausgeübt. Hinzu kommen Tritttechniken sowie Schlag- und Wurftechniken. Diese werden je nach Stil angewendet. Hapkido steht für Hap (verbindet Geist und Seele), Ki (steht für Lebensenergie) und Do (steht für den Weg oder die Lehre). Mit Hapkido können Angriffe aus naher Distanz abgewehrt werden. Da es rein um die richtige Technik und nicht um Kraft geht, eignet sich diese Kampfkunst besonders für Kinder oder auch Menschen, die nicht so viel Kraft haben. Denn die Hebeltechniken sind sehr effektiv, so dass auch ein Kind einen erwachsenen Mann zu Fall bringen kann. Hosin-sul ist eine Stilrichtung. Dies ist die reine Selbstverteidigung durch z. B. Hebelgriffe, Schläge, Stöße und Fußtritte. Es wird zusätzlich gelehrt Angriffe mit Waffen abzuwehren. Die Fallschule ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des Hapkido Kampfsportes. Dies ist die Grundlage um bei Partnerübungen richtig fallen zu können. Denn auch das will gelernt werden wenn es zum Freikampf, dem Daeryeon kommt. Genau wie im Taekwondo werden beim Hapkido auch Formen gelaufen. Dies kommt jedoch auf die Stilrichtung an. Nicht alle Hapkido Schüler laufen auch Formen.

Graduierung

Je nach Stilrichtung variiert die Graduierung. Bei der Stilrichtung Hapkido gleichermaßen zehn Kup-Grade, also Farbgurte und auch zehn Dan-Grade, also Schwarzgurte.

Muay Thai

Muay Thai oder auch Thaiboxen genannt ist eine Vollkontaktsportart aus Thailand und ist nicht nur zur Verteidigung gedacht. Inzwischen gibt es aber viele Regeln, sodass diese Kampfkunst einigermaßen kontrolliert ausgeübt werden kann. Es gibt viele verschiedene Verbände. Das sogenannte Clinchen ist ein großer Bestandteil von Muay Thai. Aber auch Ellenbogen und Knie kommen zum Einsatz. Als Sportler muss man sehr abgehärtet sein, denn es gibt so gut wie keine Schutzausrüstung. So ist z. B. der bekannteste Kick der mit dem Schienbein auf den Rippenbereich oder den Oberschenkel. Je nach Graduierung und Regelwerk, können auch Knietritte zulässig sein, die zum Kopf gehen. Das Clinchen findet im Stehen statt. Es wird dabei versucht, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Eine gängige Methode sind hierbei Tritte mit den Knien gegen den Oberkörper oder die Oberschenkel. Trotz der Regelwerke zählt Muay Thai durch die hohe Verletzungsgefahr durch Ellenbogen- und Kniestöße weltweit zu den härtesten Kampfsportarten. Auch Faustschläge sind zulässig. Der Kopf wird dabei mit dem Faustrücken getroffen. In Thailand sind Thaiboxer sogar Idole, die sehr geachtet sind.

Unerlaubte Techniken

Trotz der hohen Verletzungsgefahr gibt es auch unerlaubte Techniken. Dazu gehören Stöße mit dem Kopf. In der Urform des Thaiboxens war dies noch erlaubt. Liegt der Gegner bereits am Boden, ist ein Nachschlagen verboten. Dies wird jedoch in Thailand gern toleriert. Unerlaubt sind ebenfalls Schläge oder Tritte auf den Hinterkopf, auch auf das Knie und den Unterleib. Genauso sind Schlag- und Tritttechniken nicht erlaubt, die Richtung Genitalien gehen.