Platz 3: Anderson Silva

Geburtsdatum: 14. April 1975 in São Paulo, Brasilien

Nationalität: brasilianisch

Größe: 1,88 m

Gewicht: 84 kg

Bilanz: 33 Siege (20 durch K.o., 7 durch Punkte, 6 durch Aufgabe), 5 Niederlagen

Spitzname: The Spider

 

Trotz seines für einen MMA-Kämpfer mittlerweile schon fortgeschrittenen Alters von 38 Jahren, zählt Anderson Silva immernoch zum weltweit Besten, was der Kampfsport zu bieten hat. Über sieben Jahre dominierte der Brasilianer die Mittelgewichtsklasse der UFC und blieb in 17 aufeinanderfolgenden Kämpfen ungeschlagen. Nachdem er sich den UFC-Mittelgewichtstitel im Oktober 2006 von Rich Franklin sicherte, verteidigte er diesen ganze 10-mal erfolgreich und gewann ganz nebenbei noch einige Kämpfe im Halbschwergewicht. Und auch wenn er im Juli 2013 seinen Titel überraschend an Chris Weidmann verlor, zählt er für viele Experten nach wie vor zu den Top Fightern und wird von manchen sogar als der beste MMA-Kämpfer aller Zeiten bezeichnet. Diese These wird eindrucksvoll durch seine Rekorde für die längste Siegesserie, die meisten vorzeitigen Siege sowie die meisten Titelverteidigungen in der UFC unterstrichen.

Silva wuchs in ärmlichen Verhältnissen bei seinem Onkel und seiner Tante auf und kam durch seinen Nachbarn, der ein Jiu-Jitsu-Kämpfer war, zum Kampfsport. Dieser lehrte ihm die Grundlagen, da das Geld für eine richtige Schule fehlte. Mit Nebenjobs finanzierte sich Silva dann ordentliche Kampfausbildungen mit schwarzen Gürteln in Judo, Taekwando sowie einer gelben Kordel in Capoeira, auch Muay Thai beherrscht er. Nach einem holprigen Start in der MMA-Szene, wechselte er 2006 in die UFC und schlug dort mit einem K.o. nach nur 49 Sekunden gegen Chris Leben ein wie eine Bombe und verlor danach über 7 Jahre keinen Kampf mehr, bis zu der denkwürdigen Niederlage gegen Chris Weidmann.

Silvas Stil wird als geradezu arrogant und überheblich beschrieben, da er unterlegene Gegner gerne erstmal einige Zeit zappeln lässt, ehe er sie dann mit seinen gefürchteten schnellen und präzisen Kicks und Schlägen niederstreckt. Doch die größte Stärke Silvas ist seine Vielseitigkeit, er kann seine Gegner durch Griffe, Tritte, Schläge, also praktisch durch alles besiegen, was im MMA-Sport erlaubt ist. Und diese Fähigkeit gepaart mit seiner alles überragenden Technik und Schnelligkeit macht ihn zu einem der vielseitigsten und besten MMA-Kämpfer der Welt.

Platz 2: Georges St-Pierre

Geburtsdatum: 19. Mai 1981 in Montreal, Québec, Kanada

Nationalität: kanadisch

Größe: 1,78 m

Gewicht: 77 kg

Bilanz: 25 Siege (8 durch K.o., 12 durch Punkte, 5 durch Aufgabe), 2 Niederlagen

Spitzname: Rush, GSP

 

Georges St-Pierre gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten MMA-Kämpfern und ist amtierender UFC-Weltergewicht-Meister. Nach seinem UFC-Debüt im Januar 2004 musste er sich in 9 Jahren nur zweimal geschlagen geben und ist somit einer der besten MMA-Kämpfer des vergangenen Jahrzehnts. Im Dezember 2007 konnte er sich dann durch einen Sieg gegen Matt Hughes zunächst den UFC Interim Welterweight Championtitel sichern, ehe er knapp vier Monate später durch einen Triumph über Matt ‚The Terror‘ Serra zum UFC Undisputed Welterweight Champion gekürt wurde. Diesen Titel verteidigte St-Pierre in der Folge sechsmal und wurde 2009 bei den World MMA-Awards sogar zum „Kämpfer des Jahres“ gewählt, ehe er sich 2011 einen Kreuzbandriss im rechten Knie zuzog und der Titel interimsweise an Carlos Condit ging. Diesen konnte St-Pierre bei seinem Comeback im November 2012 aber schlagen und somit wieder zum Weltergewichtschampion aufsteigen, den er danach wiederum in Kämpfen gegen Nick „Diablo“ Diaz und Johny „Bigg Rigg“ Hendricks verteidigen konnte. Nach dem Kampf gab St-Pierre dann jedoch überraschend seinen vorübergehenden Rückzug aus dem Kampfsport aufgrund von privaten Problemen bekannt.

Sein Kampfstil ist eher unspektakulär und sehr vom Kampf auf der Matte mit vielen Elementen aus dem Ringen und Grifftechniken geprägt, weshalb seine Kämpfe häufig über die gesamte Distanz gehen. Aber auch das Boxen zählt zum Repertoire des Besitzers des Schwarzen Gürtels in Kyokushin und Brazilian Jiu-Jitsu, weshalb er auch schon einige Gegner ausknocken konnte.

Neben seiner MMA-Karriere war St-Pierre auch mehrfach als Nebendarsteller in Filmen wie Hells Chain oder Death Warrior zu sehen. Auch im 2014 erscheinden Film Captain America: The Winter Soldier wird er in der Rolle des Savateurs Georges Batroc aka Batroc the Leaper zu sehen sein.

Platz 1: Jon Jones

Geburtsdatum: 19. Juli 1987 in Rochester, New York, USA als Jonathan D. Jones

Nationalität: US-amerikanisch

Größe: 1,93 m

Gewicht: 93 kg

Bilanz: 19 Siege (9 durch K.o., 4 durch Punkte, 6 durch Aufgabe), 1 Niederlage

Spitzname: Bones

 

Die Dominanz, die Jon Jones im Ring ausstrahlt, ist einfach überwältigend. Seit Beginn seiner Karriere hat er lediglich einen Kampf verloren, den er aber wahrscheinlich ebenfalls gewonnen hätte, wäre er nicht wegen eines unerlaubten Ellbogenschlages gegen Matt Hamill disqualifiziert worden. Im März 2009 konnte er sich dann schließlich die UFC Light Heavyweight Championship sichern, die er seitdem sechsmal erfolgreich verteidigen konnte. Für viele Experten ist er deshalb der aktuell beste MMA-Kämpfer der Welt, was durch seinen Rekord für die meisten Siege in der Light Heavyweight Division der UFC am Stück sowie die zweitmeisten aufeinanderfolgenden Titelverteidigungen aller Klassen nach Anderson Silva eindrucksvoll untermauert wird. Darüber hinaus war er der mit 23 Jahren jüngste Kämpfer, der jemals den Light Heavyweight Titel gewinnen sowie der mit 24 Jahren jüngste, der ihn jemals verteidigen konnte.

Jones war ein Ausnahme-Ringer in der Schule und spielte Football, daneben beherrscht er noch Jiu-Jitsu und Muay Thai, was seinen Kampfstil sehr abwechslungsreich und schwer auszurechnen macht. Am meisten gefürchtet sind seine Ellbogenschläge und seine Würgegriffe.

Jones kommt aus einer Athleten-Familie, seine Brüder spielen beide professionell American Football. Seine Schwester Carmen starb noch vor ihrem achtzehnten Geburtstag an einem Hirntumor.

 

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